GMX weiss…

24. Juni 2005

…was Wissenschaft ist.

Schon Babys wissen, was schön ist. Als der britische Psychologe Alan Slater 100 Säuglingen die Fotos von einem attraktiven und einem weniger hübschen Gesicht zeigte, blickten die Kleinen deutlich länger auf das schönere Gesicht. Fazit: Der Sinn für Schönes ist angeboren. (GMX-News)

Das Hirn ist’s. Da hält einer ein paar Fotos hoch und schon weiss man: Nicht Sein bestimmt Bewusstsein. Nein. Die Welt ist, wie der Mensch ist. Die gesellschaftlichen Normen sind eigentlich natürliche Vorgaben. Die Neurobiologie, jene alte – in neuem Gewand auftretende – Legitimierungsideologie des Bestehenden, abstrahiert konsequent von gesellschaftlichen Bedingungen, die einen Menschen erst formen.

Nicht die Menschen bestimmen ihre Zwecke, versuchen sie durchzusetzen, scheitern allzu häufig und legen sich ihr Scheitern an gesellschaftlichen Hindernissen als Segen oder Sachzwang zurecht, sondern das natürliche Gehirn soll es sein, das all dies für sie leistet. (Freerk Huisken)

Und weil man nicht nur die Welt erklärt, sondern auch, welcher Mensch innerhalb der Welt an welchem Ort zu stehen hat, wird heute das, was man früher per Schädelvermessung definierte per IQ-Test „wissenschaftlich“ festgehalten.

An dieser Stelle sei auf diesen sehr aufschlussreichen Text von Freerk Huisken hingewiesen. Ascetonym hat zu dem Thema auch was entdeckt.


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